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29.04.2006
Mosella Feeder Tandem Cup am Eixendorfer See am 29.04.2006 Liebe Feederfreunde, am 29.4.2006 fand der Mosella Feeder Tandem Cup am
Eixendorfer See statt. Dieses Mal hatte ich zusammen mit Michael Schlögl den Feeder-Cup gemeldet. Da wir beide
keinerlei Gewässerkenntnis am Eixendorfer See hatten, beschlossen wir gemeinsam
2 Tage früher anzureisen um diverse Techniken und Futtersorten zu testen. In
Eixendorf angekommen war ich wirklich angetan von der wunderschönen Landschaft,
denn der Stausee liegt mitten in einem Tal und ist allseitig von Tannen und
Wiesen umgeben. Am ersten Trainingstag fischten wir rechts vom Parkplatz .Nach
einigen Korrekturen der Entfernung und der Montage fingen wir dann teilweise
stereo Brasse auf Brasse und hatten nach ca.4 stündiger Angelzeit so ca.50
Brassen mit einem Durchschnittsgewicht von 450-700g gelandet.
Am folgenden
Trainingstag sollte eine andere Stelle getestet werden. Nun fischten wir
ca.300m links vom Parkplatz und fanden hier viel schwierigere Bedingungen vor.
Hier hatte das Wasser bis zu einer Entfernung von ca.40m immer noch nicht mehr
als einen Meter Tiefe, denn wir hatten zu dem Zeitpunkt noch etwas Hochwasser
und somit waren die Wiesen noch etwas überflutet. Erst bei ca. 45m fiel der
Grund dann etwa auf 3m ab und wir entschieden uns kurz dahinter zu fischen.
Tatsächlich, schon nach kurzer Zeit stellten sich die ersten Bisse ein und wir
hatten die Bestätigung die richtige Entfernung ausgewählt zu haben. Große
Schwierigkeiten bereitete uns allerdings die Graskante, an der wir zu Beginn
einige Fische im Drill verloren. Auch am 2.Trainingstag fingen wir trotz
schwieriger Bedingungen so ca. 45 Brassen in 5 Stunden Angelzeit.
Abends beim
Bier besprachen wir noch mal beide Trainingstage und wir waren sicher in der
Annahme hier eine gute Platzierung zu fischen. Doch über Nacht änderte sich das Wetter und es wurde
fürchterlich kalt ( 2°C ). Dazu kam dann auch noch ein eiskalter Landregen, der
überhaupt nicht mehr aufhören wollte. Die Strecke war in 4 Sektoren unterteilt:
Drei flache und fischreiche Sektoren A, B, C und der Sektor D in dem niemand
sitzen wollte, weil sich dort teilweise sehr tiefe Stellen befanden in denen
sich die Fische während der Laichperiode nur selten aufhalten. Leider hatte ich
beim Losen überhaupt kein glückliches Händchen und zog den Sektor D 60. Genau das war einer von den 2 gefürchteten Plätzen
mit fast 14 m Wassertiefe. Einheimische kamen zu uns und sagten, dass früher
eine Strasse dort herunterging und diese 2
Plätze normalerweise rausgelasen werden. Aber so ist es nun mal bei den
heißbegehrten Mosella Fischen. Die Strecke war komplett ausgesteckt und
ausgereizt. Der Rest im Sektor D hatte 5 - 7m Wassertiefe. Als ich mit
der Nummer vom Losen zurückkam verzog Michael sofort die Miene. Schlechter
hätte man nicht ziehen können. Da hatte er vollkommen Recht, denn nach ca.3 3/4 Std. hatten wir außer einigen Mini-Rotaugen (nicht
in der Wertung) vorne auf der Wiese vor den Füßen noch überhaupt keinen Biss. Auch
ein Versuch nach 75m Entfernung mit dem Speedkorb brachte keine geringere
Wassertiefe und somit auch dort keinen Biss.
Nun konnte ich in der letzten
Stunde auch nichts mehr zerstören und beschloss mit einem kräftigen Aroma noch
mal das Futter zu verändern um doch vielleicht wenigstens nicht als Schneider
nach Hause zu gehen. Über meine Schüssel mit Feederfutter schüttete ich eine
halbe Tüte Vanille 500, ein neuer Aromastoff aus 2006 und ging mit dieser
Mischung wieder auf meinen alten Futterplatz zurück. Ich traute meinen Augen
nicht. Tatsächlich bekam ich einen kräftigen Biss und landete eine Brasse von
ca.700g. Was für ein Zufall dachte ich und warf die Rute erneut aus. Kaum war
die Schnur stramm bekam ich wieder einen Biss und fing die 2.Brasse. Dann fing
auch plötzlich Michael 2 Fische hintereinander auf dem gleichen Futterplatz, dann
wieder ich einen und der Spuk war genau so schnell wieder vorbei wie er auch
begonnen hatte. Kurze Zeit später ertönte dann auch das Schlußsignal und wir
waren von diesem Horrorplatz erlöst.
Man konnte mal wieder sehen, dass es doch
noch Möglichkeiten gibt den einen oder anderen Fisch zu landen, obwohl man das
Fischen eigentlich schon abgeschrieben hatte. Zum Glück ging das Fischen 4,5
Std. und nicht wie sonst üblich nur 3 Stunden in Deutschland. Gerade beim Feederangeln kann man das Ruder in den letzten
Minuten öfters noch rum reißen. Das ist bei dieser Angelei schon lange keine
Seltenheit mehr.
Die Waage brachte dann ein Gewicht von 3570g an den Tag und
das war bei 5 Brassen für den Eixendorfer See ein gutes Durchschnittsgewicht. Als
sich dann herausstellte, dass dieses Gewicht auch noch
der 2.Platz im D Sektor war, stieg die Laune blitzartig wieder an. Für das
Mosella –Cup Finale 14-15.10.06 hat jedoch der 2.Platz leider nicht gereicht,
da nur der Sektorensieger weiterkam.
Wir haben beide mit unterschiedlichen Futtersorten gefischt.
Hier nachfolgend die Zusammensetzungen:
Michael Zammataro
: 1 Kg Zammataro Feeder 1 Kg Zammataro Brassen 200g T-3 Birdfood Alles braun abgedunkelt Vanille 500 übergestreut Maden in Zammataro Fish Dip getaucht Haken: Gamakatsu LS 1310 N in 14
Michael Schlögl : 1,5 Kg Mosella Select Feeder
Medium 100g
Pastoncino gelb 125g Supervanille 1/4 Dose Neon Gelb Haken: Xedion TXR-3 in 14
Michael durchgefroren nach dem Wettkampf
 Die Angelstrecke
 Nach dem Fischen werden Erfahrungen ausgetauscht
 Die Siegerehrung

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